Nach dem großen GRC-Ausbau in 3.4 nimmt sich COD 3.5 zwei Dinge vor, die im Betrieb den Unterschied machen: eine Netzwerk-Topologie, die endlich echte Zusammenhänge zeigt, und Nachweise, die man ohne Zittern in ein Audit legen kann.
Die Layer-3-Karte zeigt jetzt echtes Routing
- Firewalls als Knoten: Aktivierte OPNsense-Firewalls erscheinen auf der L3-Karte mit eigenem Icon und ihren Interface-Netzen. Die Kanten zu Switches und Routern werden aus echten Daten gezogen, geteilte Interface-Subnetze, MAC-Forwarding-Tabellen und LLDP-Nachbarn, und jede Kante ist mit dem verbindenden Subnetz beschriftet.
- IP-Suche über Firewalls: Sucht ihr eine IP auf der L3-Karte, hebt COD jedes Gerät hervor, dessen Interface-Netz diese IP enthält. So seht ihr sofort, wo ein Netz geroutet wird.
- Topologie auf Knopfdruck: Admins invalidieren den Karten-Cache per Refresh-Button und bauen die Karte sofort neu, statt auf den automatischen Rebuild zu warten.
In den 3.5-Punktreleases kamen noch ein simulierter Route-Trace und ein VLAN-Pfad-Check auf der L2-Karte dazu.
GRC trifft Netzwerk
Das Schöne an einer Plattform: Module reden miteinander. In 3.5 bettet ihr eine live Netzwerk-Topologie direkt in ein GRC-Dokument ein, ein einfacher cod-topology-Block rendert die interaktive L2- oder L3-Karte inline. Beim PDF-Export landet die Karte als scharfe Vektorgrafik im Dokument, kein Screenshot. Dazu: eine Re-check-Aktivität lässt sich direkt aus einem Dokument planen, und Mermaid-Diagramme funktionieren jetzt in GRC-Dokumenten.
Reports und Export
Alle PDF-Reports werden jetzt mit LaTeX gesetzt statt mit jsPDF. Das Ergebnis ist deutlich sauberer und druckt bei jedem Zoom scharf. Vor dem Export von Netzwerk- und Report-PDFs fragt ein gemeinsamer Dialog nach TLP-Stufe und Seitenformat.
Nachvollziehbarkeit
COD bekommt ein plattformweites Audit-Log als Fundament, inklusive eigenem Viewer unter Admin → Audit Logs. Wer im Audit belegen muss, wer wann was geändert hat, findet die Antwort jetzt zentral.
Backup, das man auch anschauen kann
Beim Verzeichnis-Backup (ACB) gibt es eine Vorschau: Ihr seht einzelne Dateien im Backup, öffnet sie und ladet einzelne Dateien oder ganze Unterordner gezielt herunter, die Basis für eine saubere, gezielte Wiederherstellung.
Und der Feinschliff
Die globale Suche wurde überarbeitet und deckt mehr Objekte ab. Branding-Presets lassen sich speichern, bearbeiten und auf Standard zurücksetzen. Ein Soft-Lock zeigt, wer gerade an einem Dokument arbeitet. Beim Quittieren eines Monitoring-Problems lässt sich ein Ticket verknüpfen. Und es gibt eine eigene Seite für die Open-Source-Lizenzen.
Lust auf eine Live-Demo?
Wenn ihr die neue Topologie oder die eingebetteten Karten in GRC-Dokumenten sehen wollt: Meldet euch.
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